Weihnachtsbrief 2010

Weihnachtsbrief 2010

von

Frei Klaus Th. Finkam ofm


Der Herr zeige uns seine Wege,

auf seinen Pfaden wollen wir gehen.

Wir wollen unsere Wege gehen im Licht des Herrn.

Aus der Jesaja-Lesung vom 1. Advent

Liebe Wohltäter, Verwandte und Freunde!



Der Anfang dieses Jahres brachte für mich eine Lebensveränderung. „Der Herr zeige uns seine Wege“ sagt der Prophet Jesaja. „Bruder“, sagte mein Provinzoberer nach dem Provinzkapitel im Januar, „komm, mach Dich auf und gehe nach Teresina in das Land der glühenden Sonne und der trockenen Hitze. Kümmere Dich dort als Hausoberer um Deine Brüder!“.

Und so verabschiedete ich mich Ende Februar von Bacabal und zog mit Sack und Pack nach Teresina.

Vor 30 Jahren war ich damals von Teresina nach Bacabal gezogen. Als junger Arzt hatte ich in Teresina im Tropenkrankenhaus eine ein-jährige Ausbildung in der Tropenmedizin gemacht.

Teresina ist die Hauptstadt von Piaui und gehört mit dem Bundesstaat Maranhão noch immer zu den ärmsten Bundesstaaten Brasiliens. Klimatisch ist Teresina um die 5ºC wärmer als Bacabal: am 1. Dezember sind in Teresina 41º angesagt.

Nachdem ich mittlerweile mein 61 Lebensjahr fast beendet habe, möchte ich mich in meinem neuen Lebensabschnitt mehr der heilenden Arbeit als Arzt widmen. Für unsere Provinz werde ich auch weiterhin als Ansprechpartner für die Familienlandwirschaftsschulen und die ACESA zu Verfügung stehen. Einmal im Monat bin ich daher in Bacabal, wo ich dann auch Sprechstunden halte. Meine Hauptaufgaben hier in Teresina sind jetzt Hausoberer und Arzt.  


Da traf es sich gut, dass mir Dr. Marta Pinheiro zu Hilfe kam. Sie hatte im Jnauar mit Begeisterung an unserem Therapiekursus teilgenommen, und so bot sie mir in ihrer radiologischen Klinik einen Praxisraum an. Es ist eine Bestellpraxis für Allgemein-medizin und Naturheilkunde: so kann ich mir die Zeit einteilen und auch noch für kirchliche und religiöse Aufgaben zur Verfügung stehe.


Denn die Erfolge und Fortschritte kann man schon in den ersten vierzehn Tage beobachten. Arm und reich, jung und alt, Menschen aus allen sozialen Schichten treffen hier einander. Die MiterabeiterInnen für diese Kurse haben zugenommen: Fátima und Schwester Maria Glória als Krankenschwestern, Hugo und Joel als Physiotherapeuten und Masseure, Alcino als Erzieher für Grupendynamik etc.. und ich als Arzt. Auf unserer Internet-Seite www.saude-integral.org kann man auf der Hauptseite einen kurzen Videoausschnitt betrachten und so einen lebendigen Eindruck gewinnen.
ASA – Associação de Solidariedade Acadêmica – Treffen in São João del Rei
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